Create Future e.V.: Einsatz für soziale Start-Up Projekte und interkulturelle Bildung - Unsere Geschichte
Die Idee, eine Nichtregierungsorganisation (NGO) zu gründen, entstand in Zusammenhang mit der Errichtung eines akademischen Gender-Instituts an der Universität Pretoria (Südafrika). Von 2001 – 2004 wurde dieses im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) von zwei Gründungsmitgliedern unseres Vereins, Ingelore Welpe und Britta Thege, im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Fachhochschule Kiel zusammen mit den Partnerinnen vor Ort etabliert.
HIV und AIDS: Ständige Begleiter seit den ersten Projekten in Südafrika
|

|
|
Die beiden Gründerinnen Ingelore Welpe (re.) und Britta Thege (li.) auf Forschungsreise.
|
|
Während dieser Aufgabe kamen sie immer wieder mit dem Thema HIV/AIDS in Berührung. Aufgrund ihrer universitären und außeruniversitären Kontakte in Südafrika hatten sie die Möglichkeit viele verschiedene Menschen in Townships und entlegenen Communities zu besuchen, mit ihnen zu sprechen und sich so ein Bild aus erster Hand über die harten ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen im Postapartheid Südafrika zu machen. Besonders die verheerenden Auswirkungen von HIV/AIDS, das tägliche Sterben, das Zurückbleiben zahlreicher Waisen, aber auch die massive Gewalt gegen Frauen und Mädchen motivierte sie, aktiv Hilfe leisten zu wollen.
Gladys Nqoko und Dr. Marjorie Jobson: Starke südafrikanische Frauen und Begleiterinnen der ersten Stunde
Den allerersten Anstoß für ein konkretes und dauerhaftes Engagement in Hilfsprojekten in Südafrika erhielten sie von zwei ganz besonderen Menschen, mit denen der Verein nach wie vor in enger Verbindung steht: Dr. Dr. h. c. Marjorie Jobson, eine vielfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin und heutige National Director der Apartheidopferorganisation Khulumani sowie Gladys Nqoko, die in ihrem Township Soshanguve in der Nähe Pretorias das Siyafunda Haven & Day Care Centre gründete und 2003 von der Zeitschrift Elle für ihr soziales Engagement als Woman of the Year nominiert worden ist.
|

|
|
Besuch mit Gladys Nqoko bei einem kleinen Jungen und seinem im Sterben liegenden Onkel - die letzten Überlebenden ihrer Familie. Kurze Zeit später starb auch der Onkel und der Junge ist eines der vielen Kinder, die Gladys Nqoko unterstützt und eine Perspektive gegeben hat. Mehr zu ihrem Projekt erfahren Sie hier
|
|
Gleichzeitig mit der von Gladys Nqoko gegründeten NGO in Shoshanguve gründeten wir 2002 den Verein für Geschlechterdemokratie Schleswig-Holstein e.V. und legten damit die Basis für unsere sozialen Community-Projekte. Mit den ursprünglichen und mit neuen Zielen arbeiten wir heute als Create Future e.V. weiter: in Deutschland, im südlichen Afrika, in Kenia und in weiteren sozialen Hot Spots auf der Welt.
Eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten für eine bessere Zukunft für AIDS-Waisen, Großmütter, Frauen und Männer, Opfer der Apartheid und benachteiligte Dorfgemeinschaften im südlichen Afrika verbindet uns bis heute mit ambitionierten und engagierten Menschen auf der ganzen Welt. Seit 2002 wächst unser soziales Netzwerk stetig. Wir verfügen heute über tragfeste Partnerschaften in vielen Regionen des südlichen Afrika.
Projekte in Afrikas Süden: Einzigartige Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung für Studentinnen und Studenten aus Deutschland
Regelmäßig fahren Studentinnen und Studenten in unsere afrikanischen Projekte, um auf dem “grassroot level” aktiv mit zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen in der sozialen Arbeit des Südens zu sammeln. Seit 2002 werben wir beständig finanzielle Mittel für substanzielle Projekte in den Regionen unserer Arbeit ein; so etwa für den Bau eines Kinderhauses in Shoshanguve (Südafrika) oder für ein Community-Center in Shikoti (Kenia), für ein Gewächshaus für das Kinderhaus in Clocolan (Südafrika) und für Ausstattung und sanitäre Einrichtungen in Kinderhäusern des südlichen Afrika.
Wissenstransfer und Kooperation: Charakteristika für die internationale Entwicklungszusammenarbeit und die Projekte von Create Future e.V.
Wechselseitiger nordsüdlicher Wissenstransfer durch öffentliche Vorträge, Bildungsprojekte, Ausstellungen, HIV-Präventionsprogramme, Trainingsworkshops für Lifeskills und Gender-E-Quality sowie gruppenbezogene Trauma-Arbeit und interkulturelle Dialoge gehören inzwischen zu den Standardaktivitäten von Create Future e.V.
Das internationale Netzwerken und die Verbindung von anwendungsbezogener akademischer Arbeit und sozialer humanitärer Projektarbeit in Buchpublikationen und Multimediaprodukten sind ein besonderes Ziel und eine Kernkompetenz von Create Future e.V.
2012 begehen wir als NGO unser zehnjähriges Bestehen. Interkulturell noch mehr Menschen und Gruppen zum Start in eine bessere Zukunft auf die Sprünge zu helfen, bleibt auch für die Zukunft das Credo, dem wir uns verpflichten.
Seitenanfang
|