Kakamega
Kakamega Day-Care and Educational Training Centre in Shikoti, Kenia
Obwohl sich die wirtschaftliche Situation Kenias in den vergangenen Jahren ein wenig gebessert hat, lebt noch immer mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Der Überlebenskampf in den Slums und die grassierende Aids-Epidemie lassen unzählige Familien zerbrechen. Vor allem der Norden und Nordwesten des Landes werden von Dürreperioden heimgesucht, die den dort ansässigen Viehzüchtern und Kleinbauern die Lebensgrundlage rauben.
Kakamega, ca. 420 km von Nairobi entfernt, ist eine kleine Stadt in der Nähe des Viktoriasees, Shikoti Village liegt davon gut 2 km entfernt, im Norden liegt das Grenzgebiet zum Sudan, eine unsichere Gegend mit hohen Flüchtlingsfrequenzen. 2002 galten 50 Prozent der Kinder in der Umgebung Shikotis als unterernährt.
Ende der 1990er Jahre erwarb Dr. Philip Owino, Professor an der Kenyatta Universität Nairobi und Direktor der HIV/AIDS Control Unit (ACU), Land für umgerechnet 4.500,00 Euro in Shikoti, seinem Heimatdorf, um darauf für die Community ein Sozialzentrum zu bauen und damit den Menschen eine Möglichkeit zu geben, ihre sozial-ökonomischen und gesundheitlichen Probleme selbst anzugehen und zu lösen. Geplant sind der Bau einer Multifunktionshalle, von Schulungsräumen sowie Räumen für einkommenserzeugende Aktivitäten.
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Der Rohbau des Kakamega Centre gibt den Menschen aus der Region eine Aussicht auf Bildung und Zukunft.
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Mit dem Kakamega Day-Care and Educational Training Centre könnten der Not leidenden Bevölkerung von Shikoti Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, um ernährungstechnische, medizinische, und psychologische Versorgung für die HIV/AIDS-Betroffenen und Malariakranken zu gewährleisten. Angebotene Dienstleistungen beinhalten darüber hinaus frühkindliche Erziehung und gesundheitliche Erstversorgung einschließlich Essen und Impfungen für die Kinder. Ferner sind Gruppenberatungsangebote und Unterstützung bei der Ernährung für Kinder und ihre bettlägerigen Eltern vorgesehen.
Ein weiteres Ziel ist, Frauen und Jugendliche in Grundlagen für das Management von Kleinstbetrieben auszubilden und ihnen anschließend Finanzhilfen für die Gründung oder Ausweitung eines Betriebes zur Verfügung zu stellen.
Die instabile politische Situation in Kenia erschwert die Planbarkeit von Hilfsprojekten. Gerade deshalb brauchen solche Projekte nachhaltige Unterstützung. Wir halten unser Versprechen, das wir den Leuten vor Ort gegeben haben.
In Folge dieses Projekts schrieben Prof. Dr. Ingelore Welpe und Dr. Philip Owino ein Buch welches Sie über unseren Link hier bei Amazon erwerben können:
The Intersection of Human Capital, Gender and HIV/AIDS in the African Context (Angewandte Genderforschung. Gender Research Applied)
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